Das Quartetto Salterietto, dessen Name sich vom italienischen Barockhackbrett „Salterio“ ableitet, fand 2016 anlässlich der „Langen Nacht der Musik“ in München zueinander. Veronika Hofer, Franziska Meier, Anna Pontz, und Franz Anton Peter lernten sich im gemeinsamen Studium in der Hackbrettklasse Prof. Birgit Stolzenburg de Biasio an der Hochschule für Musik und Theater München kennen und spielen seitdem regelmäßig im Rahmen der hochschuleigenen Konzertreihe „hackbrett and more".

Die musikalische Bandbreite des Quartetts reicht von Musik der Renaissance- und Barockzeit über Arrangements der Klassik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Mit den unterschiedlichen Formen des Salzburger Hackbretts nutzen sie den größtmöglichen Tonumfang ihres Instrumentes und präsentieren bekannte und unbekannte Werke in ungewöhnlichen und spannenden Klangfarbenkombinationen.

Die Mitglieder des Quartetts zeigen große Begeisterung für verschiedene Formen des Musiktheaters und konnten auch schon einige Erfahrungen damit sammeln. Sie wirkten bereits bei verschiedenen Opernproduktionen mit: u.a. Il ritorno d’Ulisse in patria von C. Monteverdi (Theaterakademie August Everding 2016), Giulio Cesare in Egitto von G.F. Händel (Hochschule für Musik und Theater München). Auch besteht großes Interesse an der Verbindung von Musik und Literatur ebenso wie im Bereich der Neuen Musik für Hackbrett. Das zeigt sich auch in der geplante Uraufführung einer Komposition von Dorothea Hofmann, eigens für das Quartetto Salterietto komponiert, die beim diesjährigen Faustfestival präsentiert wird.

Die Mitglieder des Quartetts sind kompetente und begeisterte Pädagogen, die ihr Wissen und Können am Instrument an Interessierte weitergeben.

Veronika Hofer

Die gebürtige Tirolerin Veronika Hofer (*1994) fing zunächst mit der Blockflöte an, die sie aber im Alter von neun Jahren gegen ihr Hauptinstrument Hackbrett eintauschte. Im Hinblick auf das angestrebte Musikstudium begann sie im Jugendalter das Spiel auf ihrem Zweitinstrument Gitarre zu erlernen.

Neben der Ausbildung zur Handelsakademikerin mit Schwerpunkt Marketing und Internationale Geschäftstätigkeit übte sie ihre Leidenschaft für Schauspiel aus, die sie auch zu einigen Gastspielen in die Kammerspiele des Tiroler Landestheaters führten.

Seit Herbst 2014 studiert sie an der Musikhochschule München das Instrumentalpädagogikstudium im Hauptfach Hackbrett mit den Nebenfächern Gitarre und Elementare Musikpädagogik, das sie im Sommer 2018 mit dem künstlerisch-pädagogischen Bachelor abschließen wird. Außerdem strebt sie nach ihrem Bachelor einen Masterstudiengang im Fach Hackbrett an.

Sie wirkt in zahlreichen Konzerten der hochschuleigenen Konzertreihe „hackbrett & more“ mit und brachte diverse Werke zur Uraufführung. Ihre musikalische Bandbreite reicht von Musik der Renaissance und des Barock, über Volksmusik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, sowie Musik für Salterio.

Gemeinsam mit drei Studienkolleginnen brachte sie im Dezember 2016 ihre künstlerische Musik- und Tanzperformance „AlpenWeit“ auf die Bühne. Besondere Konzerte gestaltete sie im Rahmen der Münchner Langen Nacht der Musik 2016 und 2017 und erlebte spannende Projekte mit der Gluck-Oper „Der bekehrte Trunkenbold“ in einer Produktion der Pocket Opera Nürnberg und dem „Münchner Weihnachtssingen – Heilige Nacht“ von Enrico de Paruta.

Seit September 2017 ist sie an der Städtischen Musikschule Landshut als Lehrerin für Hackbrett und Gitarre tätig. Veronika Hofer ist Mitglied des Quartetto Salterietto und der Münchner Saitensprünge und nahm 2018 erstmals eine Jurytätigkeit bei „Jugend Musiziert“ auf.

Franziska Meier

Franziska Meier (*1995) begann im Alter von sieben Jahren mit dem Hackbrettunterricht. Es folgte weiterer Unterricht in den Instrumenten Klavier und Gitarre, und in einem Volksmusikensemble. Seit 2014 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater München, das Instrument Hackbrett bei Prof. Birgit Stolzenburg-de Biasio und Volksmusik bei Simone Lautenschlager, das sie im Sommer 2018 mit dem künstlerisch- pädagogischen Bachelor of Music abschließen wird.

Zu ihrer musikalische Bandbreite zählt neben Musik der Renaissance- und Barockzeit auch Volksmusik und zeitgenössische Kompositionen. Neben zahlreichen Konzerten der hochschuleigenen Konzertreihe „hackbrett & more“, wirkte sie unter anderem bei Konzerten im Rahmen der Münchner Langen Nacht der Musik 2016 und 2017 und dem ECHT Festival mit. 

Seit 2016 ist sie Mitglied im Hackbrettquartett 

Quartetto Salterietto, das sich anlässlich der Langen Nacht der Musik zusammenfand. Franziska Meier musiziert und singt in verschiedenen Volksmusikgruppen, darunter im Münchner Dreixang, deren Mitglieder sich während ihres Volksmusikstudiums kennenlernten. Seit 2015 wirkt sie beim Münchner Adventssingen der Wastl-Fanderl-Schule mit.

Als Musikpädagogin unterrichtet sie neben der Ensembletätigkeit ihr Instrument Hackbrett und Elementare Musikpädagogik.
Seit Juli 2015 unterrichtet sie an der Kreismusikschule Erding, seit Januar 2018 an der Simon- Mayr Sing- und Musikschule Ingolstadt und konnte schon einige Erfahrung als Referentin auf verschiedenen Musikseminaren sammeln.


Franz Anton Peter

Franz Anton Peter studiert seit 2013 Hackbrett bei Prof. Birgit Stolzenburg-de Biasio an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Sommer 2017 schloss er seinen pädagogischen Bachelor ab und setzt sein Studium derzeit in künstlerischer Ausrichtung mit Hackbrett und Salterio fort. Darüber hinaus studiert er im Master Instrumentalpädagogik bei Prof. Dr. Adina Mornell, ebenfalls an der Hochschule für Musik und Theater München.

Neben zahlreichen Projekten mit Neuer Musik und Uraufführungen widmet er sich verstärkt der frühklassischen Salterioliteratur sowie dem Generalbassspiel auf Hackbrettinstrumenten. Um Originalliteratur in historischen Quellen zu entdecken sowie historische Bauformen und Spielweisen kennen zu lernen, betreibt Franz Anton Peter auch Forschung.

Am Theater Augsburg war er 2016 Theatermusiker bei der Produktion „Der Brandnerkaspar und das ewige Leben“. Orchestererfahrung konnte er bei barocken Opernaufführungen in der Accademia di Monaco unter Joachim Tschiedel und unter Kristin von der Goltz sammeln.
Seit 2016 ist er Mitglied im einzigen Hackbrettquartett: „Quartetto Salterietto“. Zusammen lassen sie Musik von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen erklingen. Mit verschiedenen Programmen konzertierten sie u.a. in München, Ulm und Ingolstadt.

Mit seinem Barockensemble „Messa di Voce“ befasst er sich nicht nur mit der historisch informierten Aufführung, sondern auch intensiv mit ihrer Vermittlung. 2018 gewann das Ensembleden Publikumspreis der ZAMUS Spielwiese beim Festival für Alte Musik in Köln.
Auch als Pädagoge liegt Ihm das Thema Vermittlung sehr am Herzen. Seit 2014 unterrichtet Franz Anton Peter sein Instrument u.a. an der Musikschule Inning. Im Mai 2018 war er als Referent beim Hackbrett-Tag des Hackbrettforums tätig. Als Gründungsmitglied des Fördervereins Studium Hackbrett war er intensiv an der Planung und Durchführung des ersten Hackbrettfests München im Januar 2018 beteiligt.

In diesem Jahr war er erstmals Juror beim Wettbewerb Jugend Musiziert, wo er selbst bereits mehrfacher Preisträger war.


Anna Pontz

Die in Hutthurm im Landkreis Passau geborene Hackbrettistin begann schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung. Sehr bald kristallisierte sich das Hackbrett als Hauptinstrument heraus, später kamen noch Klavier und Fagott hinzu. Während der Schulzeit führten zahlreiche Teilnahmen am Musikwettbewerb „Jugend Musiziert“ zu Preisen auf Landesebene in verschiedenen Kategorien wie Hackbrett solo, Neue Musik und Alte Musik.

Nach dem Abitur studierte Anna Pontz Lehramt Musik an Gymnasien und Hackbrett im Bachelorstudiengang an der Hochschule für Musik und Theater München. Zu ihren Lehrern zühlten Birgit Stolzenburg-de Biasio, Markus Bellheim, Martin Steidler und Gabriele Seidel-Hell. Für ihre Studienleistungen wurde sie von der Hochschule mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet.

Derzeit führt sie ihre musikalische Ausbildung im Rahmen des Masterstudiengangs Hackbrett – Instrumental- und Gesangspädagogik in München fort. Neben dem Studium engagiert sie sich als Stipendiatin der Jungen Akademie der Technischen Universitüt München in Kooperation mit der Musikhochschule in einem interdisziplinären Projekt zum Thema Diversität und Integration. Anna Pontz versucht auf dem Hackbrett neue Wege zu gehen und Grenzen auszuloten. Dabei stehen vor allem die beiden Bereiche Neue Musik und historische Aufführungspraxis im Zentrum ihrer Beschäftigung. Experimentelle Musik mit und für Hackbrett, in verschiedenen Instrumental- und Vokalbesetzungen sind regelmäßiger Bestandteil ihrer regen solistischen wie kammermusikalischen Konzerttätigkeit.

Auch in der historisch informierten Aufführungspraxis versucht sie, angestammte Pfade zu verlassen und Unbekanntes zu entdecken. Ihr Ziel ist es, das Salterio – das Barockhackbrett – einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen und in verschiedenen Besetzungen zu präsentieren. Als angesehene Kammermusikpartnerin ist Anna Pontz festes Mitglied des Hackbrettensembles Quartetto Salterietto sowie des Barockensembles le sourire gracieux.

Im Mai 2016 war Anna Pontz in der Theaterproduktion „Lenz“ der Theaterakademie August Everding zu sehen und zu hören. Mit einem weiteren Verwandten der Hackbrettfamilie – dem ungarischen Cimbalom - wirkt Anna Pontz von Mai bis Juli 2018 in der Oper „Writing to Vermeer“ von Louis Andriessen im Philharmonischen Orchester Heidelberg mit.

Eine große Bandbreite zeichnet nicht nur ihr künstlerisches Schaffen aus, sondern auch ihre pädagogischen Aktivitäten: Anna Pontz unterrichtet Hackbrett und Klavier und ist seit mehreren Jahren als Betreuerin an den jährlich stattfindenden Musikfreizeiten der Musikschule im Landkreis Passau für Kinder und Jugendliche beteiligt.

Als Pädagogin wie als Künstlerin möchte Anna Pontz den großen Facettenreichtum der Musik präsentieren und ihre Begeisterung für deren vielfältigen Erscheinungsformen weitergeben.


 
 
 
 
 

Quartetto Salterietto

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